Behandlung von Hämorrhoiden
Nachdem Sie sich nun über mögliche Symptome und Ursachen für Hämorrhoiden auf unserer Seite informiert haben, möchten wie Ihnen mögliche Behandlungsmethoden zeigen. Neben der folgenden Aufzählung möchten wir auf einen zwar kostenpflichtigen, aber ausgezeichneten Ratgeber zum Thema Hämorrhoiden auf dieser Seite Hämorrhoiden Ratgeber hinweisen. Wir möchten hier nochmal darauf hinweisen, dass ein Proktologe aufgesucht werden sollte, wenn sich das Leiden innerhalb von einer Woche nicht bessert. Weiterhin kann neben Hämorrhoiden auch eine Pilzinfektion oder Allergie ein Grund für die bereits genannten Symptome sein. Unsere Auflistung stellt dabei nur mögliche Behandlungen dar und möchte den Besuch eines Proktologen nicht ersetzen.
Hämorrhoidensalbe
Hämorrhoidensalben aus der Apotheke sind oft sogenannte Kombipräparate mit verschiedenen Wirkstoffen. Bei der Wahl der richtigen Salbe sollte mit dem zuständigen Apotheker offen über die aktuellen Beschwerden gesprochen werden, damit dieser das passende Medikament wählen kann. Falls man unsicher ist, so sollte man einen Arzt aufsuchen.
Mögliche Salben lassen sich in zwei Gruppen unterteilen. Bei der ersten Gruppe der Hämorrhoidenpräparaten handelt es sich um Salben für eine örtliche Betäubung (Lokalanästhetika). Hierbei werden nur die Schmerzen gelindert. Bei guten Salben tritt der schmerzlindernde Effekt bereits nach wenigen Minuten ein und kann mehrere Stunden halten. Salben sind besonders für Schwangere zu empfehlen, da Nebenwirkungen auf das Ungeborene in der Regel nicht zu erwarten sind. Ein klärendes Gespräch mit dem Arzt sollte hier jedoch trotzdem geführt werden. Bei der zweiten Gruppe handelt es sich um eine Kombination aus Lokalanästhetika und Glukokortikoiden. Salben aus dieser Gruppe können Entzündungen hemmen, sind jedoch besonders für Schwangere nicht zu empfehlen.
Hämorrhoiden Operation
Für Personen mit häufigem Leiden und starken Schmerzen ist eine Operation eine mögliche Lösung. Hierbei existieren unterschiedliche Methoden, die mit dem Arzt besprochen werden sollten. Zu einer dieser Methoden zählt Milligan-Morgan. Hierbei werden vom Operateur die Gefäßknoten hervorgezogen und anschließend umstochen und entfernt. Handelt es sich um größere Hämorrhoiden so ist eventuell sogar eine Rekonstruktion des Analkanals notwendig. Eine Bekannte Methode ist hierbei die U-Lappen-Plastik Methode nach Fansler-Arnold. Einige Operateure bevorzugen hier die neuere Longo-Methode (von Coloproktologen auch Anal – Lifting genannt). Bei dieser Vorgehensweise werden die Hämorrhoidalzone (Prolaps) teilweise entfernt. In der Regel ist ein Patient nach diesem operativen Eingriff zwischen ein und drei Wochen arbeitsunfähig und sollte sich schonen. Helfen können hier auch tägliche Sitzbäder und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von zwei bis drei Liter.
Hämorrhoiden veröden
Ist eine reine Behandlung mit Medikamenten nicht ausreichend, so sind weitere Maßnahmen notwendig zur Linderung der Beschwerden. Neben den bereits erwähnten Möglichkeiten bietet sich auch das Veröden (Sklerosierung) an. Hier wird das Ziel verfolgt, dass sich das Gewebe entzündet und abstirbt. Hierfür wird ein Proktoskop zur Hilfe genommen und eine Injektionsnadel durch die direkt eine Lösung (ein sogenanntes Antivaricosum ) in die Knoten gespritzt wird. Als Lösung dient hier entweder eine Zink- Alkohol- Lösung , falls keine Allergie gegen Chinin vorhanden ist, oder Chinin- Hydrochlorid- Lösung. Eine solche Behandlungsmethode ist nur für Patienten geeignet, die keine sonstigen Beschwerden im Darmbereich besitzen. Ist dies nicht der Fall, wie z.B. bei Morbus Crohn, so kann diese Behandlungsmethode nicht durchgeführt werden. Weiterhin eignet sich diese Methode nicht bei Schwangeren oder bei Menschen mit Thrombosen oder Bluthochdruck.